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Warum schnurren Katzen?

Dass Katzen schnurren, hat sicherlich jeder von uns schon einmal erlebt. Doch wo findet dieses Tierverhalten seinen Ursprung und was bezwecken die liebenswürdigen Vierbeiner damit? Dieser und weiteren Fragen wie etwa „Warum schnurren Katzen vor allem dann, wenn wir sie streicheln?“ gehen wir in diesem Artikel auf den Grund. Wir erklären, weshalb die Tiere diese Art der Geräusche machen – und das sogar auch dann, wenn sie Schmerzen haben, Junge gebären oder sich gar dem Tode gegenübergestellt sehen!

Die Antwort darauf, warum Katzen schnurren

So entsteht das Katzenschnurren

Katzen gehören der sogenannten Felidae-Familie an. Ihre kleineren Vertreter wie Luchs, Puma, Ozelot und Hauskatze können allesamt schnurren. Dies geschieht, indem sie pulsierende Bewegungen der Muskeln in ihrem Kehlkopf und dem Zwerchfell durchführen. Die so entstehenden Vibrationen werden sowohl beim Einatmen als auch beim Ausatmen des Tiers in einer rhythmischen Frequenz zwischen 25 und 150 Hertz für den Menschen hörbar.

Neben dem Schnurren fabrizieren Katzen auch noch allerhand weitere interessante Geräusche. So können sie zum Beispiel ebenso Zischen, Knurren und Miauen. Jedes dieser Geräusche dient dem Zweck der Kommunikation und soll spezifische Gefühle wie „fütter mich“ oder „pass besser auf!“ zum Ausdruck bringen.

Warum schnurren Katzen aus verschiedenen Gründen?

Das Schnurren hingegen könnte so viel wie „Ich bin so glücklich“ oder aber auch „Nein, ich will nicht sterben!“ bedeuten. Der Vorgang findet in unterschiedlichen emotionalen Zuständen des Tieres statt, weshalb wir das Schnurren nicht als eine eindeutige kommunikative Vokalisierung seiner Gedanken ansehen können.

Forscher haben indes herausgefunden, dass es sich beim Schnurren der Katzen vielmehr um eine Art Selbstmedikation handelt. So ist es längst kein Geheimnis mehr, dass Katzen sich Katzen durchaus schneller rehabilitieren als andere Haustiere wie zum Beispiel Hunde. Dies gilt vor allem bei Knochenverletzungen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass abgelenkte oder erschreckte Katzen aus Fenstern in großer Höhe fallen. Ein Phänomen, das auch unter dem Namen „Hochhaussyndrom“ bekannt ist.

Studien zum Tierverhalten

Beim Streicheln schnurren Katzen oft

Schnurrende Katzen sind beim Streicheln keine Seltenheit

Das Unglaubliche daran ist, dass die gestürzten Katzen selbst mit gebrochenen Beinen eine 90-prozentige Überlebenschance haben! Denn sie machen sich eine körpereigene Methode zunutze, die der Physiotherapie ähnelt. In den späten 90er Jahren ergab eine Studie von Dr. Clinton Rubin von der State University of New York, dass die Einwirkung niedriger Frequenzen dazu beiträgt, die Knochendichte zu erhöhen.

Das Schnurren einer Katze fällt genau in diesen Frequenzbereich. Darin liegt auch die These vieler Forscher begründet, dass Schnurren der Katzen könnte ihnen tatsächlich beim Heilungsprozess von Verletzungen helfen und maßgeblich zur Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit beitragen.

Seien wir ehrlich: Katzen sind etwas faul und das Schnurren gehört für viele von ihnen zur festen und bequemen Gewohnheit – ebenso wie Katzen das Wasser nicht mögen, gehört es festverankert zu ihrem natürlichen Verhalten. Andere Haustiere müssen beispielsweise hinter Bällen herlaufen oder Autos jagen, um körperlich fit zu bleiben, während eine Katze nur ihre Pfoten hochlegen und schnurren muss! Und für uns als Tierhalter ist es ebenso immer wieder ein tolles Gefühl, die Bestätigung unseres Lieblings beim Streicheln zu bekommen – denn da schlägt auch unser Herz gleich viel höher.

Zusammenfassung

Wir können nun also zusammenfassend folgende Antwort auf die Allgemeinwissen-Frage Warum schnurren Katzen geben: die liebenswürdigen Haustiere nutzen die Muskelvibration ihres Kehlkopfes und Zwerchfells, um verschiedene emotionale Zustände zum Ausdruck zu bringen. Doch gleichermaßen scheint sich das Schnurren positiv auf den Knochenaufbau der Tiere auszuwirken, wie aus einer Studie hervorgeht. Nicht zuletzt nutzen Katzen dieses Verhalten aber auch als eine Art der Kommunikation zu uns Menschen.

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