Warum haben Fische Schuppen?

Die Entwicklung jedes Lebewesens ist perfekt auf seine Umgebung abgestimmt, dies gilt ebenso für Fische. Ihre Schuppen fallen im Vergleich zu Säugetieren und Reptilien sofort auf. Bleibt lediglich die Fragte, warum Fische Schuppen haben und welche Funktion der Schuppenpanzer für die Meeresbewohner überhaupt erfüllt.

Warum Fische Schuppen haben erklärt
Viele Fische fallen durch individuelle Farbmuster ihrer Schuppen besonders auf

Entstehung und Bestandteile der Fischschuppen

Schuppen entwickeln sich aus der Lederhaut von Fischen. Wie unsere Haare, bestehen auch sie aus dem natürlichen Protein Keratin. Dieses setzt sich wiederum aus Aminosäuren und Eiweiß zusammen und verleiht den Zellen Stabilität und die Fähigkeit, ihre Form zu behalten. Darüber hinaus sind sie aber ebenso elastisch und flexibel, wodurch der Fisch trotz des robusten Schutzes nicht in seiner Fortbewegungsart eingeschränkt wird.

Die einzelnen Schuppenplättchen haben einen festen Sitz und sind in der Lederhaut des Fischs verankert. Wie das menschliche Haar gelten sie als Hautanhangsgebilde. Je nach Fischart variiert die Größe und Beschaffenheit der Schuppenplättchen. Sie können größer oder kleiner sein, fester oder elastischer.

Unter dem Mikroskop können wir erkennen, dass sie eine bestimmte Struktur aufweisen, durch die wir einiges über den jeweiligen Fisch erfahren. Die Struktur verrät nicht nur das Alter des Fisches, sondern auch, welche Krankheiten dieser bereits ausgestanden hat. Hier könnte als Analogie die Haut des Menschen herbeigezogen werden, die beim Alterungsprozess faltig wird und dadurch gewissermaßen Auskunft darüber gibt, wie alt wir sind.

Deshalb haben die Fische Schuppen

Die kleinen Schuppenplättchen der Fische liegen eng aneinandergereiht und überlappen sich. Ihre Anordnung läuft gegen die Schwimmrichtung, wodurch der Wasserwiderstand beim Schwimmen verringert wird. Schuppen sind hart und stabil. Sie dienen dem Fisch als Schutzpanzer vor äußeren Einflüssen. Kommt es beispielsweise zum Kontakt mit einem Stein, schützen sie die Haut des Fisches vor Verletzungen. Der Lebensraum der Fische ist also mitverantwortlich für die Bildung der Schuppen und erklärt, warum die Tiere keine normale Haut wie wir Menschen haben.

Durch die überlappende Anordnung der Schuppenplättchen ist der Fisch außerdem vor Fressfeinden gut geschützt. Verliert ein Fisch eine oder mehrere seiner Schuppen, so wachsen diese wie auch unsere Haare immer wieder nach, um anschließend wieder Schutz zu spenden.

Über der Schuppenschicht eines Fisches liegt eine schützende Schleimhautschicht. Diese beiden Eigenschaften der Fischhaut schützen diesen vor weiteren äußeren Einflüssen, wie Parasiten und anderen Krankheitserregern. Fischarten, die keine Schuppenplättchen besitzen, sind durch eine stabilere Hautstruktur und darüber hinaus durch eine dickere Schleimhautschicht geschützt.

Zusammenfassung

Im Allgemeinen können wir sagen, dass Schuppen für einen Fisch lebensnotwendig sind. Sie dienen als Schutzpanzer vor Krankheitserregern und Fressfeinden. Gleichzeitig verhindern sie, dass dem Fisch Verletzungen zugeführt werden.

Über den Autor
Autor Karl Wintermann

Karl berichtet als Redakteur bei warum-wieso.de über die verschiedensten Phänomene des Alltags. Neben dem Schreiben liebt er Kaffee und Schokolade.