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Warum gibt es so viele Weihnachtslieder?

In der Adventszeit sind Weihnachtslieder nicht mehr wegzudenken – sie begleiten uns durch die düsteren Wintertage der Vorweihnachtszeit und laufen im Radio auf und ab. Neben modernen Weihnachtsliedern wie zum Beispiel dem allseits bekannten „Last Christmas“ von Wham stehen vor allem Klassiker wie „Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“ an der Tagesordnung. Wir haben uns gefragt, warum es überhaupt so viele Weihnachtslieder gibt. Immerhin gibt es für andere Feiertage des Jahres (zum Beispiel Ostern) nicht ansatzweise einen solch enormen Fundus an Liedern.

Warum es so viele Weihnachtslieder gibt erklärt

Weihnachten: Immer noch das Fest der Liebe?

Wer nach bekannten Osterliedern sucht, der wird wohl kaum außerhalb des Gotteslobes (dem Liederbuch der Kirche) fündig werden. Die Ostertradition hat nämlich vor allem eines hervorgebracht: den Osterhasen. Nach bekannten Liedern wird man in den gängigen Liederbüchern hingegen vergebens suchen. Ähnlich verhält es sich auch mit den anderen Festtagen des Jahres, die fernab der Weihnachtszeit stattfinden. Die Frage, warum es so außergewöhnlich viele Weihnachtslieder gibt, findet also durchaus ihre Berechtigung.

Den Ursprung der Weihnachtsfeiertage haben wir ja bereits in einem anderen Artikel behandelt. Heute sind die Feiertage schon längst keine rein religiöse Feierlichkeit mehr. Rings um die Tage von Christi-Geburt entstand eine Zeit der Besinnlichkeit und des gleichzeitigen Kaufrausches. Weihnachten gilt zwar immer noch als das Fest der Liebe, doch ist es mittlerweile eben weit mehr als das. Das Weihnachtsgeschäft rund um die Feierlichkeiten macht laut dem Statistischen Jahrbuch 2018 ganze 19% des Gesamtjahresumsatzes im deutschen Einzelhandel aus!

Was Geschenke und Weihnachtslieder verbindet

Hauptsächlich verantwortlich für das boomende Weihnachtsgeschäft sind die Geschenke, die wir uns zu Weihnachten gegenseitig machen. Während Kindern der „Weihnachtsmann“ die Geschenke bringt, ist es derselbe „Weihnachtsmann“, der für den weihnachtlichen Umsatz in den Kassen der Unternehmen sorgt.

Um nun jedoch wieder auf das Thema der Weihnachtslieder zurückzukommen: sie sind es, die uns beim Bummeln durch die Winterlandschaft oder das städtische Kaufhaus begleiten. Die Lieder sind oft gemütlich, wecken Freude in uns oder handeln vom Geschenkemachen. Zu Ostern ist das Geschenkeangebot weitaus geringer als in der Weihnachtszeit – der Ostereinkauf beschränkt daher zumeist auf Kleinigkeiten und fällt nicht groß ins Gewicht. In der Adventszeit jedoch hat sich ein völlig anderes Mindsetting in den Köpfen der Verbraucher etabliert – es wird gestützt durch Gerüche, besondere Gerichte und Süßigkeiten (wie zum Beispiel Lebkuchen) und durch audiovisuelle Einflüsse, zu denen auch die Weihnachtslieder zählen. Die Tatsache, dass die Songs so häufig im Radio gespielt werden, sorgt zusätzlich dafür, dass Künstler regelmäßig neue Weihnachtslieder veröffentlichen, da sie von den Tantiemen profitieren können.

Wie viele Weihnachtslieder gibt es überhaupt?

Eine genaue Anzahl aller Weihnachtslieder weltweit ist nicht bekannt. Jedoch ist davon auszugehen, dass sich die Zahl auf mehrere hundert Lieder beläuft. Nicht alle davon sind schriftlich festgehalten. Netzrecherchen führten uns zu Datenbänken, auf denen bis zu 159 Liedtexte von Weihnachtsliedern festgehalten werden.

Das beliebteste Weihnachtslied der Deutschen ist übrigens „Stille Nacht, heilige Nacht“, gefolgt vom berüchtigten „Last Christmas“ und „Leise rieselt der Schnee“. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von YouGov aus dem Jahr 2016 hervor. Derweil hat es zwar noch kein neuer Weihnachtshit in die Chartliste geschafft, doch ist dies für die Zukunft nicht ausgeschlossen. An neuen Songs wird es wohl auch dieses Jahr nicht fehlen. Bis dahin bleiben wir gespannt und freuen uns auf die besinnliche Vorweihnachtszeit mit all ihren Facetten.

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