Warum sollte man Sport treiben?

Der Mangel an körperlicher Bewegung ist in unserer Gesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen. Oft ist unser Alltag auch so schon anstrengend genug, da ist man meist froh in der Freizeit nichts anderes zu tun außer die Beine hochzulegen. Dabei ist einem jeden von uns sicherlich klar, dass sich ein Bewegungsmangel nicht gerade positiv auf unseren Körper und unsere allgemeine Fitness auswirkt. Dies ist auch der Grund, weshalb so viele Menschen Sport treiben. Doch was spricht noch dafür, sportlich aktiv zu werden?


Sport treiben fördert körperliche und geistliche Fitness

Sport zu treiben ist für viele von uns sicherlich eines der wichtigsten Dinge im Leben. Damit halten wir uns fit, können überschüssige Pfunde abtrainieren und nicht nur unsere physische, sondern auch psychische Ausdauer stärken.

Definition von Sport

Ein Blick ins Wörterbuch verrät uns zunächst die allgemeine Sportdefinition:

Unter Sport verstehen wir jene körperlichen Aktivitäten, die man zum Vergnügen, zur Kräftigung des eigenen Körpers oder im Wettbewerb betreibt.

Diese allgemeine Formulierung bricht den Sportbegriff wohl auf seine Quintessenz herunter. Dass es fernab davon weitaus mehr zu erforschen gibt, zeigt uns die Tatsache, dass sich Studiengänge wie Sportpädagogik, Sportökonomie und Sportwissenschaften längst in Deutschland etabliert haben.

Fast die Hälfte der EU-Bürger sind nicht sportlich aktiv

Der aktuelle Report „Sport and physical activity“, der 2017 durch die Europäische Kommission erhoben wurde, zeigt, dass 46% der Europäer keinerlei sportlicher Aktivitäten nachgehen. Knapp die Hälfte der europäischen Bevölkerung meidet die aktive Bewegung also.

Dennoch ist das Interesse der Allgemeinheit für viele Sportthemen recht groß: allein in Deutschland interessieren sich 44,55 Millionen Bürger für die Sportart Fußball (davon 24,09 Millionen ganz besonders). Das geht aus der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse 2017 hervor.

Die Medienlandschaft hat dieses Interesse längst erkannt und so zählen Sportnachrichten und Sportmagazine wie zum Beispiel Bild Sport zu beliebten Unterhaltungsmedien. Der Markt und seine Nachfrage sorgten auch hier wieder dafür, dass sich ein vollkommen neuer Studiengang, nämlich der des Sportjournalisten, hervortat.

Sport treiben für mehr Gesundheit

Sich selbst sportlich zu betätigen ist der beste Weg, den Risiken durch mangelnde Bewegung entgegenzuwirken. Dabei tut uns grundsätzlich jede Art von Sport gut, solange es vielleicht nicht gerade irgendein Extremsport ist. Etwa schon zügiges Spazieren oder Radfahren kann für einen Sportmuffel der Einstieg zu mehr körperlicher Bewegung sein. Die Regelmäßigkeit der sportlichen Betätigung ist dabei ein besonders wichtiger Aspekt. Vor allem durch regelmäßigen Ausdauersport wird das Herz-Kreislaufsystems effektiv trainiert.

Mehr Kalorien werden verbrannt und so lassen sich überflüssige Pfunde abbauen. Regelmäßiges Sport treiben regt auch die Sauerstoffversorgung an. Ebenso wird der Bewegungsapparat trainiert und gestärkt.

Wie aus einem Artikel von Vice hervorgeht, sollen unsere Knochen durch sportliches Training zur Bildung neuer Knochensubstanz angeregt werden. Dies dürfte mit zunehmendem Alter immer wichtiger werden, da dann die Knochendichte langsam abnimmt.

Sport treiben gegen Stress und für mehr gute Laune

Es gibt viele weitere gute Gründe für Sport. Wer etwa regelmäßig joggen oder schwimmen geht, befreit seinen Kopf von den alltäglichen Sorgen und zu vielen grüblerischen Gedanken. Zusätzlich werden vermehrt Serotonin und Endorphine, die körpereigenen Glückshormone freigesetzt, welche Laune und Wohlbefinden verbessern.

Im Gegenzug werden Stresshormone wie Adrenalin, Kortisol und Noradrenalin schneller abgebaut, was deutlich zur Entspannung von Körper und Geist beiträgt. Sich mal richtig auszupowern ist daher das optimale Mittel gegen zu viel Stress im Alltag.

Übrigens: Yoga ist offiziell kein Sport, obwohl sich hier wohl die Geister scheiden dürften. Denn auch beim Yoga betätigt man sich gewissermaßen sportlich und kann durch verschiedene Übungen seine Muskulatur trainieren, meditieren und Stress abbauen.

Sport macht uns fitter, attraktiver und selbstbewusster

Eine größere körperliche Fitness und ein gut aussehender, sportlicher Körper sind natürlich ebenfalls gute Gründe für Sport. Für Sportenthusiasten ist es oft sogar der wichtigste Beweggrund. Wir verlieren durch regelmäßiges Sport treiben überflüssiges Körperfett und bauen vor allem durch Krafttraining die Muskulatur auf.

Zusätzlich schütten die Drüsen vermehrt wichtige Altersschutzstoffe wie Wachstums- und Sexualhormone aus. Das erhält den Körper nicht nur bis ins hohe Alter jung, sondern lässt uns auch jünger fühlen.

Doch nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt durch sportliche Bewegung zu, auch unsere geistige Fitness lässt sich damit deutlich stärken. Mehr Kraft und ein attraktives, sportliches Äußeres beflügelt zudem unser Selbstbewusstsein. Darüber hinaus macht es uns stolz, wenn wir unsere körperlichen Fähigkeiten verbessern, hart trainieren und sportliche Ziele erreichen.

Sport sorgt für Spaß und soziale Kompetenzteam

Wer sich sportlich betätigt hat auch die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und soziale Kontakte zu pflegen, etwa beim Sport im Verein oder als gemeinsames Hobby unter Freunden. Gerade auch für alleinstehende Personen ist es ein guter Weg, aus dem Haus zu kommen und andere Menschen zu treffen, die ebenfalls sportlich aktiv sind.

Vor allem im Mannschaftssport findet man schnell neue Freunde und hat auch häufig im privaten Umfeld Spaß mit den Teamkollegen. Man lernt zudem für die Mannschaft Verantwortung zu übernehmen und erlebt gemeinsam Siege und Niederlagen, was die sozialen Kompetenzen stärkt.

Die guten Gründe für Sport sind also äußerst vielseitig: Er trägt entscheidend zu einer besseren Gesundheit bei, daneben macht uns Sport leistungsfähiger, attraktiver, ausgeglichener und selbstbewusster – und bereitet den meisten ganz einfach Spaß.

Über den Autor
Karl Wintermann

Karl berichtet als Redakteur bei warum-wieso.de über die verschiedensten Phänomene des Alltags. Neben dem Schreiben liebt er Kaffee und Schokolade.