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Warum regnet es?

Den meisten Menschen schlägt Regenwetter auf das Gemüt. Besonders in der nasskalten Herbstzeit regnet es meist unverhofft. Doch warum regnet es eigentlich? Und wie kann es sein, dass es in einer Stadt gerade regnet, während nur wenige Kilometer weiter die Sonne scheint?

Das Phänomen Regen erklärt

Wie entsteht Regen?

Regen ist die am häufigsten vorkommende Form von Niederschlag. Vereinfacht gesagt setzt sich dabei Wasser in den Wolken ab, das nach und nach kondensiert und infolge der Schwerkraft herunterfällt.Wolken wiederum bilden sich, wenn feuchte Luftmasse abkühlt und gleichzeitig in die Erdatmosphäre aufsteigt. Es entstehen Wolkentröpfchen, die wiederum weitere Tröpfchen an sich binden können und somit wachsen. Ist das Gewicht irgendwann zu groß, so siegt die Schwerkraft und die Wolke kann die Ansammlung an Wolkentröpfchen nicht mehr tragen.

Nach und nach tropfen die Wasseransammlungen zu Boden. Das Ergebnis ist der uns bekannte Regen. In Höhen, in denen Temperaturen von minus 20 Grad oder weniger herrschen, gefrieren die Tröpfchen zu Eiskristallen. Auch diese binden weitere Kristalle an sich und fallen irgendwann aufgrund des zu hohen Gewichts zu Boden: in Form von Schnee im Winter, Graupel oder Hagel.

Was sind warme und kalte Wolken?

Als warme Wolken bezeichnet man diejenigen Wolken, in denen ausschließlich flüssiges Wasser vorkommt. Bestehen Wolken hingegen ganz oder zum Teil aus Eispartikeln, so nennt man sie kalte Wolken. Wolken, die beide Eigenschaften innehaben, werden mitunter als kühle Wolken bezeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen einem Schauer und Regen?

Wenn es regnet, unterscheiden wir zwischen einem Schauer und Regen. Den Unterschied macht dabei die Niederschlagsmenge in Abhängigkeit von der Zeit. Weiterhin unterscheiden wir zwischen leichten, mäßigen, starken und sehr starken Schauern. Gleiches gilt für den Regen.

Gemessen wird Regen in Litern pro Quadratmeter oder – wie in der Meteorologie üblich – in Millimetern. Dabei gibt die Angabe in mm die Höhe des Niederschlags an. Als leichten Schauer bezeichnen wir eine Niederschlagsmenge von gerade einmal 0,1 bis 0,4 mm in 1o Minuten. Hält der Niederschlag mehr als eine Stunde bei gleicher Niederschlagsmenge an, so sprechen wir von leichtem Regen. Für Starkregen braucht es hingegen eine Menge von mehr als 5 Litern pro Quadratmeter in 5 Minuten, mehr als 10 Liter pro Quadratmeter in 10 Minuten oder mehr als 17 Liter in einer Stunde.

Was für Regenarten gibt es?

Neben Starkregen unterscheiden die Meteorologen viele weitere Formen von Regen. Als Platzregen bezeichnet man beispielsweise Niederschlag, der sich sowohl räumlich als auch zeitlich auf ein ganz kleines Gebiet beschränkt. Unterkühlten Regen kennen die meisten sicherlich besser unter dem Begriff Eisregen oder Blitzeis. Diese Niederschlagsform besteht aus unterkühlten Regentropfen, die deutlich kälter als 0° Grad sind, in flüssigem Zustand auf den Boden fallen und dort sofort gefrieren. Für Autofahrer ist dies die gefährlichste Form von Niederschlag. Im Gegensatz dazu stehen Niederschlagsformen wie Schnee, Hagel oder Graupel. Anders als Eisregen, der erst am Boden seine endgültige Form annimmt, fallen diese bereits in fester Form auf den Boden.

Unter dem Begriff saurer Regen verbirgt sich die Verbindung von Wasser mit weiteren Stoffen, die aufgrund von Emissionen den Niederschlag zu einer leicht säuerlichen Lösung machen. Während der pH-Wert von reinem Regen bei ungefähr 5,5 bis 5,7 liegt, beträgt der pH-Wert von saurem Regen gerade einmal 4,2 bis 4,8.

Warum regnet es nicht überall gleichzeitig?

Manchmal scheint es verhext zu sein: Während es in einem Ort in Strömen regnet, scheint im Nachbarort noch immer die Sonne. Warum das so ist, erklärt sich im Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Zum einen liegt dies an den aktuellen Windverhältnissen. Diese sind nicht überall gleich, ebenso wenig die Anzahl der vorhandenen Wolken, der Gegebenheiten der Höhen-Lage des Ortes sowie dem Sonnenstand. Zuletzt liegt es daran, wie viele Wolkentröpfchen sich bereits aneinandergeheftet haben und wann sie der Schwerkraft nicht mehr trotzen können. So kann es sein, dass es in einem Ort bereits heftig regnet, im nächsten jedoch nicht mal mehr eine einzige Wolke am Himmel zu sehen ist.

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