Warum ist Gold so wertvoll?

Gold ist wertvoll – und das auf der ganzen Welt. Seit Jahrtausenden wird das beliebte Edelmetall in Form von Schmuckstücken, Barren und Münzen hoch gehandelt. Doch warum überhaupt symbolisiert Gold seit jeher Reichtum und Macht und wieso sind Menschen dazu bereit, hohe Geldsummen dafür zu bezahlen? Wir sind diesen Fragen auf den Grund gegangen und haben die Gründe dafür zusammengefasst, warum Gold so wertvoll ist.


Warum Gold wertvoll ist erklärt
Dieses Gold ist so wertvoll, dass man damit problemlos eine Luxus-Villa kaufen könnte

Gold ist ein seltenes (und damit wertvolles) Edelmetall

Schätzungen zufolge wurde in der gesamten Menschheitsgeschichte bis Ende 2017 rund 190.000 Tonnen Gold gefördert.

Das klingt zunächst einmal nach einer sehr großen Menge. Verglichen mit der bisher geförderten Silbermenge von 44 Milliarden Unzen beziehungsweise rund 1,25 Millionen Tonnen, ist die geförderte Goldmenge aber recht gering.

Gleichzeitig werden jährlich rund 4.000 Tonnen Gold nachgefragt. Rund 80 Prozent davon werden von der Schmuckindustrie benötigt, 10 Prozent entfallen auf die Produktion von Elektronikwaren und technischen Geräten wie zum Beispiel Spielekonsolen. Die restlichen 10 Prozent werden für Geldanlagen, in der Medizin und für andere Zwecke eingesetzt.

Bislang werden dem gesamten oberirdischen Goldbestand jährlich zwischen 2.500 und 3.000 Tonnen des Edelmetalls hinzugefügt. Allerdings befinden sich schätzungsweise nur noch rund 52.000 Tonnen förderfähiges Gold im Boden. Bei einer gleichbleibend hohen jährlichen Goldförderung würde dies bedeuten, dass es nur noch 17 Jahre lang möglich sein wird, Gold im Untergrund zu fördern.

Damit ist es durchaus wahrscheinlich, dass Gold in den nächsten Jahrzehnten noch wertvoller wird. Da es jedoch möglich ist, Gold ohne Qualitätseinbußen zu recyceln, könnte die weltweite Goldnachfrage auch weiterhin gedeckt werden.

Gut zu wissen: Auch in Smartphones ist Gold enthalten. Wer sich dazu entscheidet, kein Smartphone mehr zu nutzen, sollte es daher ordnungsgemäß entsorgen. So kann das enthaltene Gold recycelt und wiederverwendet werden.

Schwierige Erschließung und aufwändige Förderung

Weitere Faktoren, die für den hohen Goldwert verantwortlich sind, sind der langwierige Prozess zur Erschließung neuer Goldminen sowie der hohe Aufwand, der bei der Förderung von Gold betrieben werden muss.

Die Menge des förderfähigen Goldes im Boden sinkt jährlich. Dies trägt dazu bei, dass immer weniger Goldvorkommen entdeckt werden und dass immer höherer technologischer Aufwand betrieben werden muss, um neue Goldvorkommen zu erschließen.

Die Förderung von Gold ist kostenintensiv, weshalb in der Vergangenheit die größten und rentabelsten Goldvorkommen abgebaut worden sind. Nun müssen die weniger rentablen Vorkommen abgebaut werden – hier ist die Golddichte innerhalb der abgebauten Erze oft deutlich geringer.

Für Minenbetreiber bedeutet dies folglich höhere Kosten, da sie mehr Erz abbauen müssen, um die gewünschten Goldmengen fördern zu können.

Hohe Haltbarkeit macht Gold wertvoll

Gold rostet nicht, läuft nicht an wie Silber und behält sein Aussehen und seine Eigenschaften über Jahrtausende hinweg. Damit verliert es auch nicht an Wert und kann über viele Jahre hinweg als Schmuckstück getragen oder als Barren im Tresor gelagert werden, um später problemlos gewinnbringend verkauft werden zu können.

Fun Fact: Nur 1 Kilogramm Gold kostete 2021 bereits über 50.000 €. Wer über 3 solcher Barren verfügt, kann diese unter Umständen ein ganzes Haus aus dem Erlös bauen!

Zusammenfassung

Letztendlich ergibt sich der hohe Wert des Goldes aus seiner Seltenheit sowie der aufwändigen Erschließung und kostenintensiven Förderung der Goldvorkommen. Aufgrund seiner hohen Haltbarkeit, der exklusiven Optik und der Hoffnung, der Goldwert würde in der Zukunft weiter steigen, sind die Menschen dazu bereit, die hohen Preise für Gold zu zahlen.

Über den Autor

Karl berichtet als Redakteur bei warum-wieso.de über die verschiedensten Phänomene des Alltags. Neben dem Schreiben liebt er Kaffee und Schokolade.